SMP
4. Dezember 2018 Webinare

SMP Tax Webinar:

Steuerliche Fallstricke bei Personengesellschaften in der Transaktion

Mit Frank Perkuhn (Geschäfts­bereichsleiter Steuern und Zölle, EDEKA, Hamburg) diskutierten Stefan Richter und Malte Bergmann in ihrem SMP Tax Webinar steuerliche Fallstricke beim Kauf und Verkauf von Personengesellschaften. 

Datum

4. Dezember 2018 | 10 Uhr

Sehen Sie sich hier den Mitschnitt an.

RückblickAm 4. Dezember 2018 haben Stefan Richter (SMP) und Dr. Malte Bergmann (SMP) gemeinsam mit Frank Perkuhn (Geschäftsbereichsleiter Steuern und Zölle, EDEKA, Hamburg) in einem Webinar über steuerliche Besonderheiten bei Personengesellschaften in Transaktionen diskutiert:

Übergang des wirtschaftlichen Eigentums an MitunternehmeranteilenGanz entscheidend für zahlreiche steuerliche Fragen ist der Zeitpunkt, in dem das wirtschaftliche Eigentum – die steuerliche Zurechnung – an der Stellung als Gesellschafter (steuerlich: Mitunternehmer) vom Veräußerer auf den Erwerber wechselt. Dabei sorgt gerade die neuere BFH-Rechtsprechung für Unsicherheiten, weil dieser Zeitpunkt oft nicht eindeutig bestimmbar ist.

Tarifbegünstigung gemäß § 34 Abs. 3 EStGNach § 34 Abs. 3 EStG ist es möglich, einmal im Leben und nach Vollendung des 55. Lebensjahrs unter bestimmten Voraussetzungen für Veräußerungsgewinne den sog. „halben Steuersatz" in Anspruch zu nehmen. Wesentlich für die Inanspruchnahme ist, dass der Übergang des wirtschaftlichen Eigentums erst nach Vollendigung des 55. Lebensjahrs erfolgt. Im Webinar wurde diskutiert, wie dies gestalterisch sichergestellt werden kann – gerade dann, wenn der Erwerber schon möglichst vor dem relevanten Zeitpunkt das zu erwerbende Unternehmen „regieren" möchte.

Gewerbesteueranrechnung gemäß § 35 EStGBei Beteiligung von natürlichen Personen als Gesellschaftern stellt sich die Frage, wie sichergestellt werden kann, dass die Gewerbesteueranrechnung (wirtschaftlich zutreffend) ermöglicht wird. Wird hierauf kein Augenmerk gelegt, kann es zu einer Gesamtbelastung der laufenden Gewinne im Jahr der Veräußerung und ggf. des Veräußerungsgewinns in einer Größenordnung von mehr als 60% kommen – und zwar ohne, dass es gegenläufige „Entlastungseffekte" gibt.

Es ist eine gestalterisch komplexe Aufgabe, diese Steuerfalle zuverlässig zu vermeiden. Auch hier ist der Zeitpunkt, in dem das wirtschaftliche Eigentum auf den Erwerber übergeht, entscheidend – es ist erforderlich, einen bestimmten Zeitpunkt (vorzugsweise: den Jahreswechsel) zu treffen. Denn: Die Anrechnung bekommt derjenige, der am Ende des Erhebungszeitraums (regelmäßig also: das Ende des Kalenderjahrs) an der Personengesellschaft beteiligt ist. Ist ein „Timing" auf den Jahreswechsel nicht möglich, ist der vollständige und gleichzeitige Wechsel aller Gesellschafter als alternative Gestaltung denkbar (Stichwort: abgekürzter Erhebungszeitraum). Denkbar ist es außerdem, durch vorherige Umstrukturierungsmaßnahmen und die Möglichkeit, steuerlich rückwirkend umzuwandeln, einen bestimmten Zeitpunkt festzulegen. Die mit diesen gestalterischen Optionen verbundenen Fragen haben wir im Webinar ausführlich diskutiert.